Dienstag, 27. März 2018

MedDEV News (ots). Der "Halbgott in Weiß" ist Geschichte: Patienten, vor allem jüngere, blicken heute durchaus kritisch auf ihren Arzt. Zwei Drittel der Deutschen sind mit der ärztlichen Behandlung unzufrieden - nicht, weil sie die Kompetenz der Mediziner anzweifeln, sondern weil nach ihrer Einschätzung das Patientengespräch zu kurz kommt: 45 Prozent bemängeln, dass der Arzt sich zu wenig Zeit für sie nimmt - das äußern vor allem gesetzlich Versicherte mit 48 Prozent, während es unter den privat Versicherten nur 26 Prozent sind. Weitere Kritikpunkte sind mit jeweils 20 Prozent die Öffnungszeiten der Praxen und das Gefühl, vom Arzt und seinen Angestellten nicht ernst genommen zu werden. Das sind Ergebnisse des "Healthcare-Barometers 2018", einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.000 Bürgern, die bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde. 

Trotz ihrer Skepsis gegenüber der ärztlichen Behandlung sind die Versicherten mit der Qualität des deutschen Gesundheitswesens insgesamt aber zufrieden - für die Mehrheit (59 Prozent) gehört es zu den drei besten Systemen der Welt. Gegenüber der Vorjahresbefragung ist dieser Wert allerdings erkennbar gesunken: Im Jahr 2017 zählten noch 64 Prozent Deutschland zu den Spitzenreitern. 

"Der mündige Patient, den das Gesundheitswesen lange gefordert hat, ist Wirklichkeit geworden", sagt Michael Burkhart, Leiter des Bereichs Gesundheitswesen & Pharma bei PwC Deutschland. "Versicherte heute, insbesondere die unter 55-Jährigen, wünschen sich ein Miteinander auf Augenhöhe zwischen Arzt und Patient. Die Zeit, die sich ein Arzt für seinen Patienten nehmen kann, ist zu einem entscheidenden Qualitätsfaktor geworden. Umso wichtiger ist es, dass Ärzte die Zeit, die sie etwa durch den Einsatz innovativer Technologien gewinnen, in den Patienten investieren, den Kontakt auch über digitale Schnittstellen pflegen und ihren Service ausbauen. Der Wunsch der Patienten nach mehr Zeit erfordert aber ebenso ein Umdenken im Gesundheitssystem: Patientengespräche sollten bei der Honorierung von Ärzten stärker berücksichtigt werden." 

Jeder zweite Deutsche fühlt sich im Krankenhaus gut behandelt 
Und wie beurteilen die Deutschen die Behandlung im Krankenhaus? Vergleichsweise positiv, wie die PwC-Studie zeigt - 53 Prozent bewerten die Versorgung in der Klinik als "gut" oder sogar "sehr gut". Dieser Wert ist gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Ein entscheidender Faktor ist die Qualität der Klinik. Bei der Auswahl des Hauses ziehen die Deutschen in erster Linie ihren Hausarzt zu Rate, wie 61 Prozent bestätigen, oder holen sich Rat im Freundeskreis (42 Prozent). Immer mehr Bürger informieren sich aber im Netz - über die Homepage der Klinik oder über Bewertungsportale im Internet (jeweils 38 Prozent). Diese Werte sind gegenüber den Vorjahren erkennbar gestiegen. 

Die Mehrheit ist mit den Leistungen der Krankenkasse zufrieden 
Wie die Bürger das Gesundheitswesen bewerten, hängt auch von der Wahl der Krankenkasse ab. Das Leistungsangebot ihrer Krankenkasse stufen gesetzlich Versicherte etwas schlechter ein als Privatpatienten. So bestätigen 77 Prozent der gesetzlich Versicherten, dass sie alle notwendigen Leistungen für eine gute medizinische Versorgung bekommen, während unter den privat Versicherten 85 Prozent dieser Aussage zustimmen. Trotz dieser Unterschiede sind die Versicherten in Deutschland insgesamt mit ihrer Krankenkasse zufrieden, wie 84 Prozent angeben, und das überraschenderweise unabhängig davon, ob sie GKV- oder PKV-Mitglied sind - die Werte unterscheiden sich kaum. Insofern ist fraglich, ob die derzeit politisch diskutierte Bürgerversicherung tatsächlich für ein stärkeres Gerechtigkeitsempfinden im Gesundheitswesen sorgen kann. 

Pharmaunternehmen haben nach wie vor ein negatives Image 
Kritisch begegnen die Deutschen den Pharmaunternehmen: Für 72 Prozent sind sie "auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Unternehmen, die zu Lasten der Sozialkassen wirtschaften", während lediglich 18 Prozent sie für Innovationstreiber halten, die mit ihren Produkten Krankheiten heilen. Dieses Bild hat sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht gebessert. Noch wichtiger als günstige Preise durch Generika ist den Deutschen die Hoffnung auf Heilung: So wünschen sich 62 Prozent der Befragten, dass die Konzerne innovative neue Medikamente entwickeln. 

Wenig Wissen über die neue elektronische Gesundheitskarte 
Hohe Erwartungen sind im Gesundheitswesen mit der elektronischen Gesundheitskarte der zweiten Generation verbunden, doch ihre neuen Funktionen sind bei einem großen Teil der Versicherten noch gar nicht angekommen: 41 Prozent der Bürger wissen darüber nicht Bescheid, während 40 Prozent über ihre Krankenkasse informiert wurden und 19 Prozent sich selbst erkundigt haben. "Die neue elektronische Gesundheitskarte wird künftig die Kommunikation unter den Leistungserbringern verbessern und damit auch die Zufriedenheit der Patienten mit dem Gesundheitssystem erhöhen", prognostiziert Michael Burkhart. "Doch die Möglichkeiten der Digitalisierung der Medizin sind damit noch lange nicht ausgeschöpft."

Mittwoch, 7. Februar 2018

Smart Implants 2018/V


With this new series of short publications MedDEV News wants to introduce various concepts of SMART IMPLANTS.

Implantable Sensors  Make Medical  Implants Smarter

MedDEV News (ASME). Implantable sensors have been used in medical research for measuring parameters such as force, torque, pressure, and temperature inside the human body. Although sensors and electronics have been built into orthopedic implants, they tend to be bulky, costly, and unreliable. 
However, microfabrication and nanofabrication technologies have now advanced to the point where wireless, passive sensor systems can be incorporated into implants with little modification to the host implant, providing unique, personalized data for each patient that can be used to optimize outcomes.These advanced sensor systems must be small in size, compatible with human tissue, and sturdy enough to withstand the physical forces within the human body. They must also be self-powered and able to transmit data wirelessly. Ideal sensor systems are simple and robust, which minimizes the possibility of malfunction or failure.Now this kind of “smart implant” technology has taken a big step forward, thanks to new research at Rensselaer Polytechnic Institute (RPI) in Troy, NY. Researchers at RPI have fabricated and successfully tested tiny, wireless, passively powered implantable force sensors that can provide real-time in vivo force measurements.“These sensors can measure things that can’t be measured any other way in the body,” indicates lead researcher Eric Ledet, associate professor of biomedical engineering at RPI. “They can be used to detect healing. They can also be used to flag problems that can then be addressed before they become significant. The information from the sensors helps optimize the care each patient receives. Ultimately, we believe the sensors will lead to better outcomes, quicker return to work and to daily activities, and reduced healthcare costs.”

Montag, 29. Januar 2018

Medrobotics Corporation Receives FDA Clearance for the Company´s Flexible Transabdominal and Transthoracic Robotic Scope


MedDEV News (Medrobotics Corp). Medrobotics, a medical robotics company, announced FDA regulatory clearance to market the Flex Robotic System for robot- assisted visualization in general surgical, gynecological and thoracic procedures in the US

This clearance reaffirms the Company’s progress to develop transformative products for single-port general, gynecological, thoracic and urological surgeries. “With this new FDA indication, the use of Medrobotics’ flexible robotic technology extends beyond natural orifices,” said CEO Samuel Straface. “This clearance is a vital step in our commitment to minimize the impact of surgery by offering less invasive procedures through a single incision in the abdomen or thoracic cavity versus the multiple incisions that are currently required.”

Medrobotics Corporation is a medical device company headquartered in Raynham, Massachusetts. With Flex Robotic System, the firm markets the world’s first and only robotic surgical platform which provides “scarfree access” to hard-to-reach anatomy in otolaryngology and colorectal procedures. The System offers surgeons the unique ability to navigate complex anatomy through a single, small entry point while operating in hard-to-reach anatomical locations that might otherwise be inaccessible with straight, rigid surgical tools.

The award-winning Flex Robotic System has been widely recognized for advances in surgical robotic technology, including Best-in-Show at the 2016 Medical Design Excellence Awards (MDEA) and a Best New Product at the 2017 Edison Awards.

Donnerstag, 25. Januar 2018

ADAC Luftrettung täglich 150 Mal im Einsatz

MedDEV News. Die Hubschrauber der gemeinnützigen ADAC Luftrettung sind im Jahr 2017 zu rund 54.500 Notfällen gestartet. Damit blieb die Zahl der Einsätze gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Im Durchschnitt hoben die ADAC Luftrettungscrews rund 150 Mal am Tag ab. 

Die Zahl der versorgten Patienten lag mit mehr als 49.000 ebenfalls annähernd auf Vorjahresniveau. Bei ihren oft lebensrettenden Einsätzen legten die ADAC Rettungshubschrauber rund 3,6 Millionen Kilometer zurück - oder flogen fast 90 Mal um die Erde. Die durchschnittliche Flugzeit bei einem Einsatz betrug rund 30 Minuten. 

2017 zu 54.491 Notfällen gestartet und 3,6 Millionen Kilometer zurückgelegt 

Einsatzursache Nummer eins waren bei den Rettungseinsätzen mit fast 50 Prozent erneut internistische Notfälle wie akute Herz- und Kreislauferkrankungen. In je zwölf Prozent der Fälle wurden die Lebensretter zu neurologischen Notfällen (zum Beispiel Schlaganfall) sowie zu Freizeitunfällen (Sport- und häusliche Unfälle) gerufen. Bei zehn Prozent war ein Verkehrsunfall die Ursache. 

Die Liste der Einsatzorte in den Bundesländern führt Bayern mit 12.971 Einsätzen an, hier befinden sich acht der 37 ADAC Luftrettungsstationen. Dahinter folgen Rheinland-Pfalz mit 7.325, Nordrhein-Westfalen mit 6.425 und Niedersachsen mit 5.381 Einsätzen. Gerade in ländlichen Regionen, wo es oft an Notärzten mangelt, ist der Rettungshubschrauber häufig der schnellste und einzige Weg, den Notarzt zeitgerecht zum Patienten zu bringen und diesen schonend in eine geeignete Klinik zu transportieren. 

Berlin vorne - deutlich mehr Flüge in der Dämmerung unabdingbar

Bei den Städten liegt die ADAC Luftrettungsstation in Berlin vorne. "Christoph 31" flog in der Region zu 3.331 Notfällen und ist damit der Rettungshubschrauber mit den weltweit meisten Luftrettungseinsätzen pro Tag.

Donnerstag, 18. Januar 2018

DWG Nachlese


Smart Implants 2018/IV


With this new series of short publications MedDEV News wants to introduce various concepts of SMART IMPLANTS.
For better bone, use softer scaffolds
MedDEV News (sciencemag.org). Large segmental gaps in bone caused by trauma or disease are typically treated with bone grafts and stiff scaffolds to hold the fractured bone in place, but sometimes these defects fail to heal. To optimize bone regeneration, Pobloth and colleagues modified titanium-mesh scaffold designs to provide specific strains and stresses within the fracture environment. In sheep with critical-sized segmental defects, scaffolds that reduced stress shielding around tibial fractures enhanced bone bridging compared to stiffer scaffolds and shielding plates. Scaffolds can be tuned to evoke specific mechanical and biological responses within bone defects, which could help guide regeneration.
Three-dimensional (3D) titanium-mesh scaffolds offer many advantages over autologous bone grafting for the regeneration of challenging large segmental bone defects. Our study supports the hypothesis that endogenous bone defect regeneration can be promoted by mechanobiologically optimized Ti-mesh scaffolds. Using finite element techniques, two mechanically distinct Ti-mesh scaffolds were designed in a honeycomb-like configuration to minimize stress shielding while ensuring resistance against mechanical failure. Scaffold stiffness was altered through small changes in the strut diameter only. Honeycombs were aligned to form three differently oriented channels (axial, perpendicular, and tilted) to guide the bone regeneration process. The soft scaffold (0.84 GPa stiffness) and a 3.5-fold stiffer scaffold (2.88 GPa) were tested in a critical size bone defect model in vivo in sheep. To verify that local scaffold stiffness could enhance healing, defects were stabilized with either a common locking compression plate that allowed dynamic loading of the 4-cm defect or a rigid custom-made plate that mechanically shielded the defect. Lower stress shielding led to earlier defect bridging, increased endochondral bone formation, and advanced bony regeneration of the critical size defect. This study demonstrates that mechanobiological optimization of 3D additive manufactured Ti-mesh scaffolds can enhance bone regeneration in a translational large animal study. 

Dienstag, 16. Januar 2018

Smart Implants 2018/III

With this new series of short publications MedDEV News wants to introduce various concepts of SMART IMPLANTS.

Matthew K. Dion et al.:  Smart Orthopaedic Implants: Applications in Total Knee Arthroplasty

MedDEV News. Total knee arthroplasty is a common orthopaedic procedure conducted in the United States with approximately 700,000 surgeries performed annually. A common complication following total knee arthroplasty is anterior knee pain which affects tens to hundreds of thousands of people each year.
The exact mechanism that leads to anterior knee pain remains unknown, but improper component selection may cause pathologic loading of the knee which leads to pain. Measuring loads in the knee to elucidate the mechanisms underlying anterior knee pain remains a challenge because the joints are so small.
Using novel wireless sensor technology, we have developed and validated the first “smart” patellar implant capable of measuring force magnitude and force distribution in the knee. Implantable force sensors were calibrated and tested through the range of physiologic loading.
Three sensors were then interfaced with a Zimmer patellar implant and placed into a custom loading apparatus. The smart patellar implant was then incrementally loaded from 0-500 N. Sensor signals were all recorded simultaneously in real time to measure the load across the patellofemoral joint.
Results demonstrated that the smart patellar implant could accurately measure the load being transmitted across the simulated patellofemoral joint.
© 2016 Matthew K. Dion, John Drazan, Khaled Abdoun, Sarah Giddings, Vishal Desai, Nathaniel C. Cady, Reena Dahle, Jared T. Roberts and Eric H. Ledet. This open access article is distributed under a Creative Commons Attribution (CC-BY)